Neujahrskonzert in Mertingen – ein melodiöses Neujahrs- Brillant-Feuerwerk!
Alles hatte im letzten Sommer in einem Augsburger Café angefangen: das Ergebnis war ein umwerfendes Neujahrskonzert in der ausverkauften Mertinger Schulaula. Die Sopranistin Katerina Sokolova-Rauer und der Bariton Manuel Wiencke, und sozusagen als „special guest“ die junge Anni Rauer, bildeten mit dem Pianisten Wolfgang Weber ein mitreißendes Ensemble, klein an Zahl, aber überwältigend in Wirkung und Bühnenpräsenz. Ein Abend, an dem großartige Stimmen, musikalischer Witz, Spielfreude (und Schlag“fertigkeit“), hohe Musikalität, sängerische und schauspielerische Intelligenz sich zu einem höchst unterhaltsamen, vergnüglichen und kurzweiligen Operettenkonzert summierten. Die Zuhörer, auf das denkbar Beste unterhalten, sparten nicht mit begeistertem Applaus.
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Doch ein wenig der Reihe nach. Operette, mit eher leichter, eingängiger Musik, einer heiteren oder sentimentalen Handlung und gesprochenen Dialogen zwischen den Musiknummern ausgezeichnet, ist sozusagen die ältere, angegraute Tante des Musicals…. doch mitnichten! Da war nichts angejahrt und angestaubt! Partout wollte sich die 15-jährige Eliza alias Anni Rauer gleich eingangs nicht ins Bett schicken lassen, sie hätt` doch so gern getanzt heut Nacht….das Publikum nahm es dem süßen Fratz sofort ab! |
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Eine hervorragend disponierte Katerina Sokolova-Rauer, zur Zeit als „Tosca“ am Hofer Theater engagiert, und ein wunderbar dekadenter Manuel Wiencke im Frack nahmen mit großen Arien aus der „Lustigen Witwe“ die Bühne ein; sie mit „Bitte meine Herr`n“, er – als Hommage an den gerade verstorbenen Johannes Heesters – mit „heut´ geh ich ins Maxim..“ – bevor wieder, augenzwinkernd, der Fratz Anni in Soubrettenmanier sich als „anständ´ge Frau“ gerierte. Das Kichern im Publikum ob dieses Scherzes war ansteckend….
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Das aus Emmerich Kálmáns „Zirkusprinzessin“ schönstimmige, große Duett „Ich liebe Dich..“ mit großem Sentiment vorgetragen, ging kurzweilig über in den solistisch gespielten Klavierwalzer „Münchner G`schichten“ – doch mitnichten war nun walzerseliges Träumen angesagt: Manuel Wiencke holte mit Akkordeon und dem Schlager „Roter Mohn, warum welkst du denn schon…“ in den Tonfilm… |
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Der Pianist, nicht faul, fiel mit seinem Akkordeon ein, übernahm die Melodie, wozu wiederum das Multitalent Wiencke sich selbst herrlich sentimental auf der Geige begleitete….bevor wiederum der Pianist das sehr begabte Publikum formierte und dirigierte zum Refrain „ein Freund, ein guter Freund..“ und so dem Bariton einen veritablen Begleitchor andiente.Friedrich Schröders bekannteste Melodien („ich tanze mit dir in den Himmel hinein“ und „man müsste Klavier spielen können..“) und Robert Stolz („oft genügt ein Gläschen Sekt“ und „Zwei Herzen im 3/4-Takt“) wurden von Sopran und Bariton in zauberhafter Weise gesungen, gespielt und getanzt – mal der Pianist hinter den großen Bühnenvorhang verzogen zum einvernehmlichen tête-à-tête…..bis zur großen Sehnsuchtsarie „komm Zigan“ aus der „Gräfin Mariza“ von Kálmán. Mit dem Walzer aus „Wiener Blut“ tanzten die beiden in die Pause…. die das begeisterte Publikum bei kaltem Bufett und Getränken unterhaltsam zu verbringen wusste.
Das aus Emmerich Kálmáns „Zirkusprinzessin“ schönstimmige, große Duett „Ich liebe Dich..“ mit großem Sentiment vorgetragen, ging kurzweilig über in den solistisch gespielten Klavierwalzer „Münchner G`schichten“ – doch mitnichten war nun walzerseliges Träumen angesagt: Manuel Wiencke holte mit Akkordeon und dem Schlager „Roter Mohn, warum welkst du denn schon…“ in den Tonfilm…Der Pianist, nicht faul, fiel mit seinem Akkordeon ein, übernahm die Melodie, wozu wiederum das Multitalent Wiencke sich selbst herrlich sentimental auf der Geige begleitete….bevor wiederum der Pianist das sehr begabte Publikum formierte und dirigierte zum Refrain „ein Freund, ein guter Freund..“ und so dem Bariton einen veritablen Begleitchor andiente.Friedrich Schröders bekannteste Melodien („ich tanze mit dir in den Himmel hinein“ und „man müsste Klavier spielen können..“) und Robert Stolz („oft genügt ein Gläschen Sekt“ und „Zwei Herzen im 3/4-Takt“) wurden von Sopran und Bariton in zauberhafter Weise gesungen, gespielt und getanzt – mal der Pianist hinter den großen Bühnenvorhang verzogen zum einvernehmlichen tête-à-tête…..bis zur großen Sehnsuchtsarie „komm Zigan“ aus der „Gräfin Mariza“ von Kálmán. Mit dem Walzer aus „Wiener Blut“ tanzten die beiden in die Pause…. die das begeisterte Publikum bei kaltem Bufett und Getränken unterhaltsam zu verbringen wusste.
Katerina Sokolova-Rauer, die in berückend schönen Abendkleidern die Frauen verzauberte und die Männerherzen betörte, führte auch nach der Pause weiter charmant durch den Abend und nahm das Publikum auf eine musikalische Reise mit durch Polen (da fing sich Manuel Wiencke als Oberst Ollendorf im „Bettelstudenten“ seine Ohrfeige ein – worüber er grollte, dass er sie doch „nur auf die Schulter geküsst habe“), nach Österreich und Ungarn bis nach Hawaii mit…. Sie erzählte, spielte und sang aus Oskar Nedbals „Polenblut“ die bezaubernde Arie „ihr seid ein Kavalier..“. Hierzu wusste sie zu erzählen, dass diese Operette in ihrem Heimatland Tschechien sehr populär sei, und – der Komponist war tschechischer Nationalität – viel gespielt werde.
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„Ich schenk mein Herz“ aus der Dubarry von Carl Millöcker – einem, wie Kálmán, Paul Abraham und Carl Zeller, Jubilar des Jahres 2012 – folgte; doch dann gehörte die Bühne wieder einer frischen, postgelb bemützten Anni Rauer als „Christl von der Post“. Große Auszüge aus der „Blume von Hawaii“ von Abraham und der „Csárdásfürstin“ von Kalman folgten – hier wiederum begleitete die junge Anni Rauer solistisch wunderschön im Duett „Mädchen gibt es wunderfeine….“ mit ihrer Geige. Ein wenig Mitträumen war erlaubt… |
Das beglückte, begeisterte Publikum wollte die Interpreten trotz der sehr vorgerückten Stunde erst nach zwei Zugaben von der Bühne lassen….händeschüttelnd, und ein paar Zuhörer noch zu einem Tänzchen bittend, sagten Katerina Sokolova-Rauer und Manuel Wiencke „zum Abschied leise Servus….“
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